Medikamentöse Vorbeugung


Folsäure

Zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten des Babys („offener Rücken“: Spina bifida, Enzephalozele) wird die Substitution von Folsäure empfohlen. Es gibt Hinweise, dass Multivitaminpräparate die Folsäure enthalten, das Auftreten von anderen Missbildungen, z.B. Herzfehlern, zusätzlich vermindern.
Die Folsäureeinnahme sollte spätestens 4 Wochen vor der Empfängnis beginnen und 12 Wochen nach Empfängnis andauern. Die Dosis beträgt 0,4 mg Folsäure pro Tag.

Jod

Bei Schwangeren liegt der tägliche Jodbedarf bei 250 µg, der meist mit der täglichen Ernährung nicht gedeckt ist. Als Folge der Jodunterversorgung für die Mütter und das Kind können folgende Störungen auftreten:

  • Ausbildung eines Kropfes (Struma) bei über der Hälfte aller Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • Entwicklung eines Kropfes bei 10% aller Neugeborenen

Daher ist bei jeder Schwangeren eine tägliche Jodidgabe von 200 µg zur Kropfvorbeugung von Mutter und Kind und zum Schutz vor einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zu empfehlen. Lediglich bei Frauen mit bekannter Schilddrüsenüberfunktion und bei Hashimoto-Thyreoiditis sollte darauf verzichtet werden.

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