Schwangere dürfen ab der 36. Woche nicht mehr fliegen
Beste Reisezeit: 18. bis 24. Woche

Risiken

Gesundheitsrisiken für Schwangere sind abhängig von Reiseziel, Reisedauer und Reisestil. Es müssen die Belastungen durch Zeitverschiebung, Klimaveränderung und die im Reiseland zu erwartende medizinische Versorgung im Notfall beachtet werden.

Flugfähigkeit

Die Auskünfte der Fluglinien zum Transport von Schwangeren sind unterschiedlich und hängen auch von der Flugdauer ab. Als Richtlinie können jedoch die Bestimmungen der IATA gelten: ab der 28. Schwangerschaftswoche wird ein fachärztliches Attest verlangt, Schwangere ab der 36. Woche werden nicht mehr transportiert.

Flugverbot

Gegen eine Flugreise sprechen Mehrlingsschwangerschaften, eine so genannte „poor obstetric history“, also Probleme während vorhergehender Schwangerschaften, sowie Plazenta praevia (vorliegende Nachgeburt), Gestose (Schwangerschaftsvergiftung), Zustand nach Blutungen, vorzeitige Wehen und bereits vorbestehende Erkrankungen wie ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
Der Kabinendruck im Flugzeug entspricht dem Druck in 1.500 – 2.400 Metern Seehöhe – der Fetus ist normalerweise vor Sauerstoffmangel gut geschützt, bei Schwangeren mit einem Hämoglobingehalt von weniger als 8mg/dl (schwere Anämie) besteht jedoch Sauerstoffmangelgefahr.

Ratschläge

Aufgrund erhöhter Gerinnungsneigung in der Schwangerschaft und der niedrigen Luftfeuchtigkeit in Flugzeugen, verstärkt durch den Platzmangel, besteht erhöhte Thrombosegefahr. Pro Stunde Flug sollen Schwangere 15 Minuten herumspazieren; auch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. (Kein Tee oder Kaffee!)
Niedermolekulare Heparine können großzügig eingesetzt werden.

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